Diakonische Positionen zur sozialen Verantwortung
Die soziale Frage in unserer Zeit ist gekennzeichnet durch einen fortschreitenden Entsolidarisierungs- und
Individualisierungsprozeß sowie durch den Vorrang ökonomischer Interessen. Wir vertreten aus christlicher Verantwortung
die Position, daß ein ausschließlich ökonomischer Lösungsansatz eine dramatische Verkürzung des Problems darstellt.
Wir sollten uns davor hüten, die in christlicher Tradition entstandene Maxime des Für-einander-Eintretens preiszugeben.
So wie sich die soziale Frage immer wieder neu stellt, muß auch die entsprechende Antwort darauf immer wieder neu
erstritten und verantwortet werden.
Kassler Erklärung
Das Hearing von EKD und Diakonie „Berufsprofile und Abschlusszertifikate in Diakonie und Gemeindepädagogik“
3. März 2010 in Kassel verfasste eine gemeinsame einstimmig verabschiedete Erklärung. Bedauerlicherweise erreichte
uns diese Erklärung erst in den letzten Tagen. Wir stellen die Erklärung zum downlaod bereit, weil das Hearing und die
‚Erklärung‘ die gegenwärtig aktuelle Diskussion über die Arbeit der HochschuleFakultät 5 und die Diskussion über die
Perspektiven des Berufes des Diakons, der Diakonin bereichern.
Positionspapier zur Reform der Kirche
Mitgliederversammlung 7. Mai 2005
Ausgangsspunkt
Unsere Kirche in ihrer heutigen Verfassung stößt deutlich an ihre Grenzen: sie hat eineVersorgungs- und Kostenstruktur
erreicht, die ihre Mittel bei weitem übersteigt und ihre Substanz aufzehrt. Nötig sind reformerische Schritte, die – gut
reformatorisch – zu den Quellen zurückführen, sowohl zu den historischen („Urkirche“) wie zu den verschütteten
(„Ressourcen“) in den heutigen Gemeinden.
Stephanus, der um das
Jahr 40 wegen seines
Glaubens zu Tode
gesteinigt wurde.